Beschäftigte aus dem Wirtschaftszweig „Verkehr, Lagerei und Kurierdienste“ weisen einen höheren Krankenstand auf als der deutsche Durchschnitt. 6,0 Prozent der Erwerbstätigen aus den Verkehrs- und Logistikberufen waren durchschnittlich an einem Kalendertag arbeitsunfähig erkrankt (2024:6,0 Prozent). Im nationalen Durchschnitt lag der Krankenstand bei 5,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

Die Zahl der Arbeitsunfähigkeits-Tage (AU-Tage) pro 100 Versichertenjahre in den Verkehrs- und Logistikberufen ging 2025 gegenüber dem Vorjahr von 2202 auf 2.173 zurück. Im Durchschnitt lag die Fehlzeit bei 21,7 Tagen pro Jahr. Die Zahl der AU-Fälle stieg von 207,4 pro 100 Versichertenjahre auf 205,2. Im Durchschnitt erkrankten Beschäftigte also zweimal im Jahr und fehlten jeweils für 10,8 Tage. Fahrer und Fahrerinnen von Fahrzeugen und Transportgeräten fehlten durchschnittlich an 23,7 Tagen.

Hohes Niveau seit Corona-Pandemie

Insgesamt liegt der Krankenstand in Deutschland historisch gesehen auf einem hohen Niveau. Von 2021 auf 2022 stieg er von 4 auf 5,5 Prozent und verharrt seither auf diesem Niveau. Die DAK-Experten führen das unter anderem darauf zurück, dass seit der Corona-Pandemie die Beschäftigen häufiger wegen Atemwegserkrankungen und Infekten den Arzt aufsuchen.

Durchschnittlich erkrankten die Beschäftigen im Deutschland zweimal im Jahr arbeitsunfähig und waren an 19,5 von 365 Tagen krank. Nur 37,5 Prozent der Beschäftigen fielen 2025 nicht krankheitsbedingt aus. Die häufigsten AU-Gründe waren Erkrankungen der Atemwege (19,4 Prozent), psychische Erkrankungen (18,7 Prozent) und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparates (17,5 Prozent).

Ein Schwerpunkt der DAK-Studie ist das Thema „Arbeiten ab 50“. Demnach gibt es eine klare Korrelation zwischen Alter und Krankenstand. 50-Jährige haben einen Krankenstand von 5,8 Prozent. Mit zunehmenden Alter steigt der Krankenstand kontinuierlich an und erreicht mit 66 Jahren einen Wert von 11,9 Prozent.

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