Illustration einer Rettungsszene: Ein Mann mit Rettungsweste im Wasser bekommt von einem anderen Mann in einem Beiboot einen Rettungsring zugeworfen
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Bei PSA, die zum Schutz vor tödlichen Risiken wie beispielsweise Ertrinken verwendet wird, reicht eine theoretische Unterweisung nicht aus. Die Verwendung von PSA gegen tödliche Gefahren muss auch praktisch unterwiesen werden. Rettungswesten sind eine solche PSA, die gegen den Tod durch Ertrinken schützt. 

In der Gefährdungsbeurteilung legt die Unternehmensleitung fest, welche PSA notwendig und geeignet ist. Diese muss das Unternehmen zur Verfügung stellen und in ordnungsgemäßem Zustand halten. Je nachdem, wie häufig die Anwenderinnen und Anwender die PSA gegen Ertrinken nutzen, gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Unterweisung (siehe Beispiele für Unterweisungen).

Unverzichtbar: Praktische Übungen

Vor der Nutzung muss die Einsatzbereitschaft der Rettungsweste überprüft werden. Hierfür gibt es den Kurzcheck. Wie man ihn durchführt, besprechen, zeigen und üben Sie in der Unterweisung. Damit die Weste bei einem Sturz ins Wasser zuverlässig schützt, muss sie richtig und eng am Körper anliegen. „Wichtig ist, dass sie das oberste Kleidungsstück ist, also nicht unter, sondern über der Kleidung getragen wird, damit der Aufblasvorgang nicht behindert wird“, sagt Christoph Dörr, Aufsichtsperson bei der BG Verkehr und Leiter des Sachgebiets Persönliche Schutzausrüstung gegen Ertrinken bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Das Anlegen mit dem richtigen Sitz der Rettungsweste ist Teil der praktischen Übungen. Ebenso, wie man Handauslösung, Signalpfeife und Mundaufblasventil betätigt und wie man die Betriebsbereitschaft überprüft – ein unbedingt notwendiger Schritt vor dem Anlegen. „Wenn möglich, ist eine praktische Übung im Wasser eines Schwimmbads sinnvoll, da so auch das Bewegen mit der Weste im Wasser geübt werden kann“, empfiehlt Dörr. 

Moritz Heitmann 
Redaktion SicherheitsProfi