Schiffsmechaniker bei einer Repatatur – die heißen Maschine können zu schweren Verbrennungen führen, wenn man sich nicht schützt
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Heißes Wasser, Wasserdampf und Abgase sind auf einem Seeschiff allgegenwärtig und unverzichtbar (auf einigen Schiffen werden auch Thermalöle verwendet). Der vor Ort erzeugte Dampf erhitzt Brennstoffe, beheizt Räume und bringt Maschinen und Anlagen auf Betriebstemperatur. Heiße Abgase entstehen beim Betrieb von Dampf- und Energieerzeugern sowie Hauptmaschinen. Diese Abgase müssen aus den Maschinenräumen abgeführt werden. Problematisch sind dabei die hohen Temperaturen: Bei Reparaturen an Anlagen oder in der Nähe von heißen Leitungen besteht Verbrühungs- bzw. Verbrennungsgefahr. Kritisch sind Leckagen am System: Achten Sie unbedingt darauf, die Ventile zu schließen, und warten Sie, bis die Reparaturstelle heruntergekühlt ist. Denn Flüssigkeiten, die heißer als 60 Grad sind, verbrühen blitzschnell unsere empfindliche Haut.

Wo man die Anlagen oder Systeme aus technischen Gründen nicht isolieren kann, ist es so heiß, dass ein Hautkontakt zu Verbrennungen führen kann. Wer schon einmal an einer heißen Rohrleitung entlang gearbeitet oder daran geschraubt hat, kennt das Problem. Berührt man versehentlich mit Händen oder Unterarmen eine heiße Stelle, führt dies zu schmerzenden Wunden, Rötungen oder Brandblasen. 

Umsichtig handeln im Betrieb und bei Reparaturen

Eine Reihe präventiver Maßnahmen schützt zuverlässig vor Verletzungen durch „heiße Medien“. Das A und O sind die fachgerechte Wartung und Pflege der Wärmeübertragungssysteme sowie deren regelmäßige Kontrolle. Undichtigkeiten müssen unverzüglich einem verantwortlichen Offizier gemeldet werden. Wichtig ist außerdem, wärmeübertragende Anlagen und Systeme nach einer Unterbrechung mit der notwendigen Sorgfalt in Betrieb zu nehmen und nur in langsamen Schritten thermisch zu belasten. 

Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Thermalölen geboten! Diese Öle sind in der Regel toxisch. Damit arbeiten darf ausschließlich qualifiziertes und unterwiesenes Personal, das die erforderliche persönliche Schutzausrüstung trägt. 

Ein Praxistipp zum Schluss: Schutzhandschuhe gegen thermische Gefährdungen schützen nur bedingt vor heißen Medien und Oberflächen. Sie wirken eher wie ein Isolator, der die Wärmeenergie verzögert aufnimmt und langsam nach innen durchleitet. Bemerken Sie innerhalb des Handschuhs eine starke Erhitzung, sollten Sie ihn nach Möglichkeit sofort ausziehen und die Arbeit unterbrechen.

Alexander Engel
Aufsichtsperson im Referat Seeschifffahrt und Fischerei der BG Verkehr