Blick in den Pferdestall – links in Nahaufnahme ein Pferd, das in die Kamera schaut, rechts im Hintergrund die verschwommene Silhouette einer Reiterin mit ihrem Pferd
© Adobe Stock | Dusan Kostic

Blinde Flecke

  • Weil ihre Augen seitlich am Kopf liegen und leicht vorstehen, haben Pferde eine fast vollständige Rundumsicht. Zwei tote Winkel gibt es allerdings: Sie liegen unmittelbar vor der Stirn und direkt hinter dem Pferd. Auf Annäherung oder Berührungen in diesen blinden Flecken im Sichtfeld reagieren die Tiere oft instinktiv mit Abwehr. 
  • Seitlich vom Körper nehmen Pferde Objekte nur unscharf war. Außerdem fehlt ihnen beim Blick mit einem Auge das räumliche Sehen.
  • Nur mit Blick nach vorn, also im binokularen Sichtfeld (▷ siehe Grafik) können sie Entfernungen gut abschätzen und sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf sehen. Allerdings brauchen sie mehr Zeit, um Objekte zu fokussieren, und sie müssen dafür den Kopf heben und senken können. 
  • Bewegungen von der Seite erkennen Pferde früher als Menschen und mit 20 bis 30 Bildern pro Sekunde auch mit deutlich höherer zeitlicher Auflösung. Dementsprechend reagieren sie eventuell nervös auf Dinge, die wir noch gar nicht bemerkt haben. 
Illustration, die die Sichtfelder eines Pferdes verdeutlicht
© BG Verkehr
Die Sichtfelder eines Pferdes